Jakobuswege durch Donauwörth
Der Donauwörther Stadtarchivar und Stadtheimatpfleger, Dr. Ottmar Seuffert, teilte folgendes Historisches mit:
Durch Donauwörth führten im Mittelalter Jakobuswege. Dies geht bereits daraus hervor, dass am 27. Juni 1214 die Kapelle an der Donaubrücke vom Stauferkaiser an den Deutschen Orden übergeben wurde. Bei dieser einstigen Brückenkapelle wurden Almosen gesammelt und Pilger betreut.
Anlaufstation für die Jakobspilger in der Stadt Donauwörth war außerdem die Jakobskapelle, die auf dem Kirchhof stand. Dies ist der heutige Bereich des Münsterplatzes, da vor dem 16. Jahrhundert der Donauwörther Friedhof sich im Umfeld der Stadtpfarrkirche "Zu Unserer Lieben Frau" befand. Der Friedhof wurde in der Reformationszeit dann an die heutige Stelle verlegt.
Außerdem liegt Donauwörth am "Rompilgerweg", Dieser ist aus dem Jahre 1236 überliefert und beginnt in Lübeck. Der Verfasser Abt Albert von Stade an der Unterelbe war nach Rom gereist und beschreibt den Rückweg von dort über Mittenwald - Schongau - Augsburg und Donauwörth - Offingen - Dinkelsbühl -Nordhausen...